Der verschwundene Fluß
Früher verlief die Mulde entlang des Dorfes Pouch. 1975
wurde der Fluß umgeleitet, um den Tagebau Goitzsche zu entwässern
und die etwa 80 Mio. t Braunkohle abbauen zu können. Das Projekt erinnert
an den früheren Verlauf der Mulde. Mit Sträuchern, Stauden. Erde,
Sand, Steinen, Straßenplatten und alten Fundamentteilen gestaltete
Künstler den alten Muldelauf in einer durchgängigen Wellenbewegung.
Durch die wellenartige Gestaltung wird der alte Flußlauf wieder neu
in Erinnerung gebracht. Im Laufe der Zeit wird diese kunstvoll geschaffene
Landschaftsbewegung sich wie ein grüner Fluß auf einer Länge
von 1,8 Kilometern durch die Landschaft ziehen. Die Natur “als letzter
Partner des Projekts" wird für diese fortdauernde Verwandlung der
Wellen und Linien sorgen. Wo der alte Flußlauf in die künftige
Wasserfläche des Sees reicht, markieren unterschiedlich hohe Holzpflöcke
das Wellenmotiv.

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